Wissenschaft und Forschung

Baden-Württemberg

Erste Goldschakale in Baden-Württemberg: Familiengruppe hat sich vermehrt

In Baden-Württemberg ist der dritte Nachweis eines Goldschakals gelungen. Der Goldschakal ist vergleichbar mit einem Fuchs, kann aber wegen seines Aussehens mit Wölfen verwechselt werden. Mit einer genetischen Untersuchung konnte erstmals in Deutschland die Reproduktion von Goldschakalen nachgewiesen werden. Lesen Sie hier alles weitere:
Goldschakal

Weitere genetische Untersuchungen haben den Nachweis erbracht, dass das Ende Oktober im Schwarzwald-Baar-Kreis nachgewiesene Goldschakal-Paar  zu einer Familiengruppe von Goldschakalen gehört. Das teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg heute mit.

Das Resultat einer weiteren genetischen Probe am Senckenberg-Institut wies einen Rüden als drittes Individuum nach. Er trägt den wissenschaftlichen Namen GG016m und passt als Vater zu den bereits identifizierten Tieren. Zudem zeigt ein Foto einer von der FVA aufgestellten Wildtierkamera einen Welpen, der im Frühjahr dieses Jahres geboren worden sein muss.

Goldschakale auf dem Vormarsch

Damit ist erstmals in Deutschland der Nachweis einer Reproduktion von Goldschakalen belegt. Goldschakale gebären im April/Mai etwa vier bis fünf Welpen. Es ist also davon auszugehen, dass es neben dem Elternpaar entsprechend weitere Welpen geben muss.

GoldschakalGoldschakal

1987 wurde der Goldschakal erstmals In Österreich in der Steiermark erstmals gesichtet. 2007 wurde am Gebiet des Neusiedler Sees der erste Nachwuchs nachgewiesen. Mittlerweile bewohnt der Goldschakal auch Oberösterreich,  Nordostitalien und den Vinschgau. Zuvor hatte sich der Goldschakal bereits in Ungarn und in bei Triest in Italien angesiedelt.

Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet war der Balkan. Populationen gibt es auch in Nord-Griechenland, in Albanien, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina und Kroatien.

Goldschakale können mit Füchsen und Wölfen verwechselt werden

Goldschakale sind etwas größer als Füchse, können jedoch auf Grund ihrer Färbung auch mit einem kleinen Wolf verwechselt werden. Auch ihre Reviergröße und ihre Ernährung sind mit denen eines Fuchses vergleichbar.

Als Hauptbeute des Goldschakals kommen kleinere Tiere wie Kleinsäuger oder Insekten in Frage. Auch Beeren und andere Früchte werden vom Goldschakal gefressen, selten werden größere Tiere wie Rehe erbeutet. Die Tiere nutzen als Rückzugsräume häufig dicht bewachsene Gebiete und sind vor allem in der Dämmerung und der Nacht aktiv. Hierdurch werden sie vom Menschen nur selten wahrgenommen.

Hinweise zum Goldschakal können weiterhin der FVA unter +49 (0) 761 4018-274 oder info@wildtiermonitoring.de gemeldet werden.

Quellne: PM Umweltministerium BW, Wikipedia

(Freitag, 19.11.21 - 17:09 Uhr   -   707 mal angesehen)

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