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Kenia

Dramatischer Kampf gegen Wilderei - 59 Nashörner in Kenia tot

Nanyuki/Kenya - Allein Kenia hat im Laufe des letzten Jahres 2013 insgesamt 59 Nashörner durch Wilderei verloren. Das sei Folge von dramatisch angestiegenen Preisen für Nashorn-Hörner auf dem Schwarzmarkt. Der Schwarzmarkt-Wert liege mittlerweile bei rund 60.000 USD pro Horn, das sind umgerechnet .rund 43.000 EUR. Das meldet das kenianische Wildtierreservat Ol Jogi unter Berufung auf den Dalberg-Report.
Ol Jogi - Nashornherde

Drei Millionen Dollar pro Jahr, um 64 Nashörner zu beschützen

 

Ol Jogi reservat - LandschaftOl Jogi reservat - Landschaft

"So,wie der Schwarzmarkt-Preisreis weiterhin ansteigt, so steigt auch die Zahl der Rhinos an, die in ganz Afrika getötet werden.", teil das Ol Jogi Reservat in einer Presseveröffentlichung mit.

 

So sei es kein Wunder, dass es die Ol Jogi Ranch um die 50 US-Dollar pro Hektar kostet, um ihre gefährdete Population von 64 Nashörner zu beschützen: "Bei einem Reservat, das um die 23.500 Hektar umfasst, macht das um die drei Millionen Dollar pro Jahr aus, um einen Stoff zu schützen, der aus dem gleichen Material besteht wie menschliche Fingernägel."

Pro Monat stirbt im Reservat ein Nashorn durch Wilderei

Wegen der unersättlichen Nachfrage nach dem Horn von Nashörnern habe Ol Jog allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 den Verlust von neun Nashörnern zu beklagen. Die Ranch, in der wildreichen Laikipa-Region von Kenia gelegen, hat noch bis kürzlich einen Rekord in Sachen sicherer Hege von Nasnörnern gehalten:

"Tatsache ist, dass Ol Jogi seit 1980, als das Nashorn-Reservat gegründet wurde, keinen einziges Nashorn durch Wilderei verloren hat, bis in 2012 / 2013 gleich 4 Nashörner getötet wurden.", schreibt das Reservat in seiner Pressemitteilung:

 

Ol Jogi Reservat - Nashorn mit KalbOl Jogi Reservat - Nashorn mit Kalb

 

Wilderer hoch organisiert und gut ausgestattet

"Die Wildhüter kämpfen jetzt am Boden, um mit den zunehmenden Fähigkeiten und Waffen der Wilderer klar zu kommen, denen oft durch hochorganisierte, gut ausgestattete kriminellen Gruppen der Rücken gestärkt wird."

Mit einem Tierwaisenhaus, einer auf Nashörner spezialisierten Veterinärstation und einer Population von über 300 gefährdeten Grevy-Zebras, sei Ol Jogi ein wichtiges Refugium und Rehabilitations-Zentrum für die Wildtiere der Laikipa-Region.

Letzter Ausweg: Abtransport aller 64 noch lebenden Nashörner

Das Reservat sieht die Folgen der explodierenden Nashorn-Wilderei dramatisch: "Wenn der augenblickliche Trend anhält, wird Ol Jogi gezwungen sein, beim Kenyan Wildlife Service (KWS) zu beantragen, dass die komplette verbleibende Nashorn-Population zu deren Sicherheit in andere Reservate in Kenia verbracht werden."

 

Ol Jogi Reservat - TransportkisteOl Jogi Reservat - Transportkiste

Das Management-Team von Ol Jogi habe deswegen den Kenya Wildlife Service (KWS) und andere Partner um Hilfe ersucht.

Am Dienstag,18. September 2014, war deswegen vom Ol Jogi ein Dringlichkeitstreffen zwischen dem Ol Jogi Wildlife and Security Team, und Vertretern des KWS einberufen worden.

 

 

 

 

 

Kenya Wildlife Service sagt Unterstützung zu

 

Ol Jogi Reservat - RangerOl Jogi Reservat - Ranger

 

Der Deputy Director für Parks und Resevate in Kenya, Julius Kimani, der Senior Warden von KWS für die Region Laikipia, Richard Chepkwony, und der Assistierende Direktor für die Bergregion, Aggrey Maumo, nahmen an dem Treffen teil und sagten der Ranch die dringend benötigte Unterstützung zu.

Die staatlichen Stellen haben Ol Jogi zufolge die Aufstockung ihres Boden-Team um weitere 50 Rangers veranlasst, zusätzlich zu den 15 KWS-Rangern, die bereits im Einsatz sind.

Diese zusätzlicheVerstärkung werde Ol Jogis 32 Mitarbeiter starke, bewaffnete "Kenya Police Reservist Rangers" ganz erheblich den Rücken stärken, teilte das Reservat mit. Die Truppe im Bodeneinsatz werde dadurch auf die schlagkräftige Zahl von 97 Rangers im Bodeneinsatz steigen.

Hinzu kämen außerdem die gut 100 Mitarbeitern, die Ol Jogi bereits jetzt schon selbst für die Sicherheit und Hege des Reservates beschäftigt.

Neues Gesetz ermöglicht härtere Strafen für Wilderei

 

Ol Jogi Reservat - Rangertruppe mit GewehrOl Jogi Reservat - Rangertruppe mit Gewehr

Mit dem neuen kenyanische Wildtier-Gesetz, das im Dezember 2013 in Kraft getreten ist, haben der Kenya Wildlife Service und andere staatliche Stellen die Möglichkeit erhalten, härtere Strafen gegen Wilderer zu verhängern, und Wildlife-Reservate und Parks in Kenya besser zu unterstützen.

 

Beim Treffen mit den Vertretern von Ol Jogi, teilte der KWS den Angaben zufolge mit, dass er in Partnerschaft mit der Regierung seine Aufklärungskapazitäten weiter verstärken werde. Ausserdem werde der KWS Höchststrafen für diejenigen verhängen, die in Zusammenhang mit Nashorn und Elfenbein-Wilderei und - Handel gefangen genommen werden.

Hoffnungsstreifen leuchtet heller

"Der Krieg gegen die Wilderei mag weit davon entfernt sein, gewonnen zu werden.", so das Reservat in seiner Presseerklärung:

"Aber dazwischen denjenigen, die dazu da sind, das sinnlose Abschlachten von Nashörnern und Elefanten zu beenden, neue Partnerschaften erwachsen, leuchtet der Hoffnungsstreifen immer heller."

60 Jahre Ol Jogi Ranch

 

Ol Jogi Reservat - Betäubtes NashornOl Jogi Reservat - Betäubtes Nashorn

Die Ol Jogi Ranch wurde eigenen Angaben zufolge vor über 60 Jahren gegründet und sei "ein sicherer Hafen" für den Erhalt und die zukünftige Entwicklung für die Hege von Wildtieren. Die Ranch umfasst eine Gesamtgröße von 23.500 Hektar und liegt 225 km ausserhalb von Nairobi, direkt nördlich von Nanyuki im Laikipia Nord Distrikt.

 

Die komplette Ranch umfasst "ein Nashorn-Schutzgebiet und ist durch ein innovatives, ringförmiges Zaunsystem umgeben, das Schutz gegen Wilderei bietet." Die Anlage ermögliche eine umfassende Überwachung und verfüge über umfassende Sicherheitssysteme.

 

Ol Jogi Reservat - Ranger im HubschrauberOl Jogi Reservat - Ranger im Hubschrauber

16 funktionierende Wildwanderungs-Korridore erlauben allen Wildtieren mit Ausnahme der Nashörner die Wanderung durch Ol Joghi. Zum Reserveat gehört den Angaben zufolge auch ein eindrucksvolles Wildtier-Rettungs-Zentrum und eine modern ausgestattete Tierklinik.

 

Weitere Infos: www.oljogi.org

 


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