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Hülben

Die Keltenfürstin kehrt zurück

Die Keltenfürstin kommt zurück an den Heidengraben. Nach dem großen Erfolg der Containerausstellung im vergangenen Jahr in Hülben wird es dieses Jahr eine Fortsetzung geben. Allerdings nicht mit den Originalen aus dem Grab der Keltenfürstin. Statt dessen wurden Repliken hergestellt - und das so orginalgetreu wie möglich. Besucher können somit erleben, wie die Grabbeigaben in ihrer Entstehungszeit ursprünglich aussahen.

Ein Originalstück aus der im vergangenen Jahr in Hülben gezeigten Ausstellung „Die Keltenfürstin“. Wahrscheinlich handelte es sich um Pferdeschmuck.  Zwei zerschlissene Eberzähne bilden einen Kreis. Darin von Grünspan überzogen filigrane Gegenstände aus Kupfer. Wie das Schmuckstück ursprünglich auf die Zeitgenossen gewirkt hat, das zeigt die Replik.

"Das ist auch für uns toll", schwärmt Chefrestauratorin Nicole Ebinger-Rist vom Landesdenkmalamt. "Bronze für uns ist grün, verwittert, hat eine Patina, die Zähne strahlen jetzt in weiß, die Bronze-Anhänger strahlen bronzefarben, obwohl wir es wussten, wie das ausgesehen hat, ist es immer wieder toll, das so zu sehen. "
 
Dem Original zum Verwechseln ähnlich dagegen zwei Kugeln aus Gold. Auf der Pressekonferenz in Hülben stellte das Landesamt für Denkmalpflege die originalgetreuen Repliken vor. Repliken, die der Schweizer Handwerker Markus Binggeli gefertigt hat – ausschließlich mit Mitteln, die schon die alten Kelten kannten. In Filmen, die für die Ausstellung gedreht wurden, soll die Herstellungsweise den Besuchern näher gebracht werden.  "Das ganze ist jetzt nicht nur, um in den Vitrinen irgenwas zeigen zu können", sagt Landesarchäologe Prof. Dirk Krausse. "Das bringt auch richtig wissenschaftliche Erkenntnisse."

"Ich glaubem das ist die weitere Spannung neben der eigentlichen Ausstellung", sagt Siegmund Ganser, Bürgermeister von Hülben. Wie die Repliken entstanden seien. "Ich glaube, da können wir durchaus die Begeisterung den Besuchern weiterbringen. "
 
Daneben hat die Gemeinde Hülben aber auch ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert, so beispielsweise ein Reenactment-Wochenende im Juni mit Römer-, Kelten und Germanengruppen. 
"Maßgeblich hierfür verantwortlich ist unsere lokale Keltengruppe Riusiava aus Grabenstetten", sagt Dr. Gerd Stegmaier, wissenschaftlicher Referent der Gemeinde Hülben. "Die wird dort vor Ort sein, es werden weitere Reenactment-Gruppen kommen, und die werden sich nicht verkleiden, nein sie werden sich in originalgetreue Kleidung stülpen und prähistorisches keltisches Handwerk vorführen. "
 
Außerdem schlägt am 6. Mai eine archäologische Tagung den Bogen von den ältesten Kunstwerken der Menschheit bis hin zum Burgenbau am Albtrauf.  Die Ausstellung „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ im Container an der Rietenlauhalle in Hülben ist ab dem 22. April bis zum 2. Juli an ausgewählten Tagen geöffnet.

(Freitag, 07.04.17 - 17:03 Uhr   -   1574 mal angesehen)

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