Wissenschaft und Forschung

Ukraine-Überfall

Ukraine schießt russisches Flaggschiff "Moskau" in Brand | Mit Hintergrund-Infos

Die Ukraine hat eigenen ?ngaben zufolge den russischen Raketenkreuzer "Moskau" mit einer Neptun-Rakete getroffen. Anschließend sei ein Brand an Bord ausgebrochen. Dann sei der Raketenkreuzer vom Radar verschwunden. Bei der "Moskau" soll es sich um das russische Flaggschiff handeln.
Kiew

Russland gab bekannt, dass an Bord der "Moskau" aus unbekannter Ursache eine Feuer ausgebrochen sei, und Munitionsvorräte in Brand geraten seien. Das Schiff sei komplett evakuiert worden. Ob das offenbar schwer beschädigte Schiff der russischen Kriegsmarine gesunken ist, ist bislang nicht bestätigt worden. 

Berühmter Funkspruch: "F... dich": Die "Moskau" war auch vor der Schlangeninsel im Einsatz

Bei der "Moskau" handelt es sich um eines der russischen Kriegsmarine-Schiffe, welche die ukrainischen Streitkräfte auf der Schlangeninsel über Funk vor einigen Wochen zur Kapitulation aufgefordert hatten.

Die ukrainischen Verteidiger hatte daraufhin - nach kurzer Beratung - ebenfalls über Funk mit einem Kraftausdruck geantwortet: "f.. dich, russisches Schiff". Später hatten russische Truppen die ukrainische Insel besetzt und die Verteidiger gefangen gesetzt.

Einsatzbeginn zum vorgesehenen Termin im April: Das ukrainische Neptun-Raketensystem

Beim Neptun-Marschflugkörper handelt es sich um eine Raketensystem mit 280 bis 300 km Reichweite. Die Marschflugkörper transportieren 150 kg Sprengstoff und sind zur Zerstörung von Schiffen bis zur Fregattengröße geeignet. Bei Neptun handelt es sich um eine ukrainische Eigenentwicklung, die aus Budgetgründen ohne Fremdkomponenten auskommen musste. 

Die Inbetriebnahme des ersten Neptun-Systems war - bereits vor Beginn des Ukraine-Überfalls - auf April 2022 terminiert worden. Offenbar kam jetzt - pünktlich zum ursprünglichen Termin - das erste Neptun-System auf Seiten der Ukrainer gegen den russischen Raketenkreuzer "Moskau" erfolgreich zum Einsatz.

Das Neptun-System sollte unter anderem die Eigenschaft haben, den Gegner mit unerwarteten Eigenschaften zu konfrontieren, mit denen der Gegner bislang noch keine Erfahrung hatte.

Noch 60 russische Kampfschiffe im Schwarzen Meer

Einem Bericht des Online-Magazins "The Dispatch" zufolge verfügt Russland im Schwarzen Meer aktuell über 60 Kampfschiffe, das sei vom Umfang her  1/10 der früheren sowjetischen Schwarzmeerflotte. Ursprünglich hatte Russland demnach die Stationierung von 6 neuen, modifizierten Fregatten der  Krivak-Klasse im Schwarzen Meer geplant.

Nachdem sich die Ukraine weigerte, die zum Bau notwendigen Gasturbinen an Russland zu liefern, konnten durch Russland nur 3 Fregatten fertiggestellt werden: Eine befindet sich den Angaben zufolge im Trockendock, eine im Mittelmeer und eine im Schwarzen Meer.

16 Marschflugkörper auf der "Moskau" zerstört. Jetzt sind noch 54 im Schwarzen Meer übrig.

Der Chefredakteur der Zeitung "BlackSeaNews", Klymenko, meldet über facebook, dass sich durch die Zerstörung der "Moskau" die Zahl der russischen Marschflugkörper  im Schwarzen Meer von bisher 72 um 16 auf jetzt noch 54 verringert habe.

Die 16 zerstörten Marschflugkörper auf der "Moskau" waren demnach vom Typ "Vulcan". Im Schwarzen Meer halten sich außerdem noch die folgenden, mit Marschflugkörpern vom Typ "Kalibre" bestückten russischen Kriegsschiffe auf:

Fregatte "Admiral Essen" (8 Marschflugkörper)

Fregatte "Admiral Makarov" (8 Marschflugkörper)

Korvette "Vyshny Volochyok (8 Marschflugkörper)

Korvette "Inguschetien" (8 Marschlugkörper)

Korvette "Grayvoron" (8 Marschflugkörper)

PC "Rostow am Don" (4 Marschflugkörper)

U-Boot "Stary Oskol" (4 Marschflugkörper)

U-Boot "Weliki Nowgorod" (4 Marschflugkörper)

U-Boot "Kolpino" (4 Marschflugkörper)

 

Russische Kriegsschiffe sitzen im Mittelmeer fest

Aufgrund der türkischen Schließung der Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer sitzen derzeit außerdem folgende russische Kriegsschiffe im Mittelmeer fest:

Raketenfregatte "Admiral Grigorovich" (Schwarzmeerflotte),

Raketenkorvette "Orekhovo-Zuyevo" (Schwarzmeerflotte),

Die zwei Raketenwerfer "Novorossiysk" und "Krasnodar" (Schwarzmeerflotte).

Zudem halten sich demzufolge im Mittelmeer folgende weitere russische Kriegsschiffe auf:

2 weitere Raketenkreuzer des gleichen Typs "Varyag" (Pazifikflotte) und "Marschall Ustinov" (Nordflotte),

2 Lenkwaffenzerstörer (nach NATO-Klassifikation), die "Vizeadmiral Kulakov" (Nordflotte) und "Admiral Tributs" (Pazifikflotte), sowie die Raketenfregatte "Admiral Kasatonov" (Nordflotte".

"Vom Radarschirm verschwunden": Ist die "Moskau" untergegangen?

Der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti zufolge handelt es sich beim in Brand geratenen Raketenkreuzer 1164 "Moskva" um das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte. Das Kriegsschiff wurde demnach auf einer Werft in Nikolaev gebaut und im Jahr 1982 in Betrieb genommen. In den Jahren 2018-2020 sei die Fregatte umfangreich überholt und modernisiert worden. Ihr ursprünglicher Name war demnach "Glory". Der russischen Nachrichtenagentur zufolge sei auf der "Moskau"  aus unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen und infolgedessen sei Munition explodiert.

Die USA hatten der Ukraine kürzlich mehrere Patrouillenbote geliefert. In den vergangenen Wochen hatte die Ukraine die Weltgemeinschaft zudem auch dringend zur Lieferung von Anti-Schiffs-Raketen aufgefordert.

Ukrainischen Medienberichten zufolge sind der "Moskau" zunächst 4 russische Schiffe zu Hilfe gekommen, rund 500 Besatzungsmitglieder seien evakuiert worden. Später sei die "Moskau" vom Radar verschwunden.

Die russische Schwarzmeerflotte ist an Landeoperationen russischer Truppen an der ukrainischen Küste beteiligt. Russische Landungspläne vor Odessa wurden offenbar mehrmals durch schlechtes Wetter verhindert.

Erstellt: 14.04.2022-06:50
Jüngste Aktualisierung: 14.04.2022-10:45

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(Freitag, 15.04.22 - 08:47 Uhr   -   9193 mal angesehen)

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