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Rekonstruierte Toranlage und Sonderausstellung im Freilichtmuseum Heuneburg

Die Heuneburg, eine vor- und frühgeschichtliche Höhensiedlung am Oberlauf der Donau im Landkreis Sigmaringen, hat jetzt eine Attraktion mehr. Staatssekretär Ingo Rust übergab heute eine nachgebildete Anlage des Steintors an die neuen Museumsbetreiber. Im gleichen Atemzug eröffnete Rust auch die Sonderausstellung "Das Geheimnis der Keltenfürstin" mit bisher noch nicht präsentierten Originalfunden aus dem Prunkgrad nahe der Heuneburg.
Rekonstruierte Toranlage in der Heuneburg

So soll das wohl älteste Steintor Mitteleuropas ausgesehen haben. Wie das Original ist die Nachbildung etwa zehn Meter breit und 16 Meter lang. Der Stahlrahmen soll zeigen, welche Dimension die Toranlage aus dem 6. Jahrhundert vor Christus vermutlich hatte. Mehr als die Rekonstruktion können die Besucher der Heuneburg aber nicht sehen. Die Originalfundamente des keltischen Steintores seien laut Staatssekretär Ingo Rust nun wieder frostsicher und gut konserviert mit einer dicken Schicht aus Lehm, Geotextil, Schotter und Sand überdeckt. Vielleicht würden nachfolgende Generationen die Möglichkeit haben, dieses Original so zu sichern und zu präsentieren, dass es nicht der Witterung anheim falle und nicht weiter zerstört werde. 2005 kamen erste Überreste des Kammertors zu Tage. Heute hat Staatssekretär Ingo Rust die Nachbildung eingeweiht. Ein paar hundert Meter weiter finden die Besucher die zweite Neuheit: Eine Sonderausstellung zeigt Originalfunde aus dem Grab einer Fürstin, das nahe der Heuneburg gefunden wurde.

Einige Geheimnisse hätten die Archäologen dem Grab schon entlocken können. So wüssten sie laut Dirk Krausse vom Landesamt für Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Stuttgart zum Beispiel inzwischen, dass die fürstlich beigesetzte Hauptbestattete eine Frau mittleren Alters gewesen sei, die ihm Jahre 583 vor Christus starb. Erst gestern hätten ihn die Spezialisten des holzanatomischen Labors in Hemmenhofen darüber informiert, dass ein Teil der Hölzer, die beim Zimmern der Grabkammer der Fürstin verwendet worden seien, von einer Tanne stammen würden, die im Jahr 583 vor Christus geschlagen wurde. Viele Dinge seien aber noch ungeklärt. In der Grabkammer hätten noch eine weitere Frau und ein kleines Mädchen gelegen, deren Todesumstände und Verhältnisse zueinander nicht bekannt seien. Und Krausse stelle sich die Frage, warum der Kopf der Fürstin drei Meter entfernt vom Körper, an der Kammer-Ostwand liege. Oder warum der Ohrring rechts der Füße liege, zusammen mit dem Unterkiefer? Krausse fragte sich, was dort passiert sei. Insgesamt drei Millionen Euro hat die Landesregierung in die archäologischen Grabungen, die Sonderausstellung und die Neugestaltung des Areals investiert. Und auch künftig darf die Heuneburg auf Unterstützung hoffen. Schließlich soll dort weiter geforscht und noch der ein oder andere Schatz ans Tageslicht befördert werden.

 

 


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